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  • Arbeitsgruppe zu invasiven Neophyten

    drüsSpringkraut

    Invasive Neophyten sind eingeführte oder eingeschleppte Pflanzen aus anderen Erdteilen, die sich nun in unseren Naturräumen stark ausbreiten. Sie werden rasch zum dominanten Pflanzenbewuchs und können heimische Pflanzen großflächig verdrängen. Sie beeinträchtigen damit die Artenvielfalt und die Funktion ganzer Ökosysteme. Hinzu kommen Schäden an der Hochwasserfestigkeit von Bachufern, Schäden an Bauwerken und teils gesundheitsgefährdende Wirkungen dieser Pflanzen. In einer EU-Verordnung werden diejenigen Pflanzen definiert, die als invasiv einzustufen sind und gegen deren Ausbreitung Maßnahmen ergriffen werden müssen.

    Eingeschleppte Pflanzen – eine akute Gefahr für Wiesbadens naturnahe Bachläufe und Naturschutzgebiete
    Weitgehend naturbelassene, ökologisch wertvolle und landschaftlich besonders schöne Bachtäler rahmen die Stadt Wiesbaden ein. Doch an fast allen Bachläufen und in der Mehrzahl der Naturschutzgebiete Wiesbadens ist eine teils beginnende, teils aber auch schon ausgedehnte Invasion von Neophyten wie dem Drüsigen Springkraut, dem Japanischen Staudenknöterich oder der Nordamerikanischen Goldrute festzustellen. Bisher wird allerdings wenig dagegen unternommen.

    Wiesbaden fehlt ein Abwehrprogramm gegen invasive Neophyten
    GoldruteNach EU-Recht besteht zwar die Verpflichtung, in betroffenen Gebieten mit einem  Managementprogramm aktiv Maßnahmen zur Neophytenbekämpfung zu ergreifen.  Obwohl in Wiesbaden dringender Handlungsbedarf besteht, fehlt bisher jedoch ein wirksames Erkennungs- und Bekämpfungsprogramm. Das hat tiefgreifende Folgen. So wurde das Wiesbadener Goldsteintal ein Mahnmal dafür, was geschieht, wenn nicht rechtzeitig gegen invasive Neophyten eingeschritten wird. In diesem Naturschutzgebiet haben sich innerhalb weniger Jahre Neophyten wie das Drüsige Springkraut großflächig ausgebreitet und verdrängen nun weiträumig die artenreiche heimische Vegetation. Ein großer Verlust für den Natur- und Landschaftsschutz! Vielen anderen Bachtälern in Wiesbaden droht nun das gleiche Schicksal. Die Zeit, die bleibt, um dies zu verhindern ist sehr begrenzt.

    Die Ziele des NABU
    Der NABU-Arbeitskreis zu invasiven Neophyten hat das Ziel, im Raum Wiesbaden ökologisch und landschaftlich wichtige Naturräume wie Naturschutzgebiete und naturnahe Bachläufe vor der Ausbreitung invasiver Neophyten zu schützen. Der NABU fordert von der Landeshauptstadt ein wirksames Programm zur Früherkennung und Bekämpfung invasiver Neophyten mit zeitnahen und zielführenden Maßnahmen. Zudem müssen Informationen zu invasiven Neophyten für Bürgerinnen und Bürger in Wiesbaden bereitgestellt und Betroffene müssen aktiv eingebunden werden.

    JapanKnötDie Aktivitäten des NABU
    Der NABU ist derzeit die führende Naturschutzorganisation im Kampf gegen invasiven Neophyten in Wiesbaden. Zu unserer Arbeit gehören:
    Früherkennung:  In Zusammenarbeit mit EcoAid werden in einem Monitoringprogramm die Vorkommen invasiver Neophyten erfasst und es wurde eine Neophytenkarte für Wiesbaden erstellt. Diese detaillierte Bestandaufnahme erlaubt einen umfassenden und aktuelle Einblick in den gegenwärtigen Stand der Ausbreitung invasiver Neophyten.
    Schutzmaßnahmen: Wir laden ein zu Aktionstagen und gemeinsam entfernen wir in besonders schutzwürdigen Gebieten und unter fachlicher Anleitung invasive Pflanzen, um deren Ausbreitung zu verhindern. So fand am 24. Juli 2022 am Lippbach in Frauenstein ein Aktionstag statt.
    Neophyten-Erkennung: Wir bieten informative Rundgänge in Wiesbaden an, bei denen Sie erfahren, wie man invasive Neophyten sicher erkennt und welche Maßnahmen sie selbst ergreifen können.
    Nicht zuletzt tritt der NABU dafür ein, dass seitens der zuständigen Behörden und politischen Entscheidungsträgern rasche und wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung invasiver Neophyten ergriffen werden.

    Sie interessieren sich für eine Teilnahme am Arbeitskreis, möchten an einem Neophyten-Rundgang oder an einem Aktionstag teilnehmen? Dann schreiben Sie unserem Ansprechpartner und Leiter des Arbeitskreises Manfred Krautter unter neophyten@ecoaid.de und wir informieren Sie rechtzeitig über die nächsten Aktivitäten.

    Was Sie tun können
    Informieren Sie sich über invasive Neophyten, darüber wie man sie erkennt und was man selbst tun kann, beispielsweise beim NABU, bei  unserem Partner EcoAid, beim Landesamt für Umweltschutz oder beim Bundesamt für Naturschutz
    Wenn Sie auf invasive Neophyten treffen, melden Sie den Bestand bitte an den NABU (neophyten@ecoaid.de), am besten mit einem Handy-Foto, das die Geodaten gleich enthält (GPS-Funktion bei der Handykamera aktivieren).
    Machen Sie mit und werden Sie Mitglied unseres Arbeitskreises zu invasiven Neophyten und nehmen Sie an unseren Aktionstagen und Neophyten-Rundgängen teil.

     

    Fotos: Manfred Krautter



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